Im vergangenen Jahr haben wir viel darüber nachgedacht, wie wir uns im aktuell stark geänderten Markt neu für euch aufstellen können. Im Zeitalter von Facebook und Co. gehen die Uhren nun einmal anders, als in 1979, als die KASBA ihre Tore zum ersten Mal öffnete.
Damals waren nicht etwa weniger junge Leute im Laden, wie heute oft behauptet wird. Ganz im Gegenteil, der Laden wimmelte von 15-18jährigen. Bloß: Damals wimmelte er eben auch noch von 20-30jährigen - und auch manch noch älterer KASBA-Gänger fand sich damals bei uns ein. Dadurch war eine besondere Durchmischung des Publikums gegeben, die den typischen Charakter unserer Diskothek ausgemacht hat, und heute nur noch zu den großen Megaevents zu spüren ist.
Wir bedauern natürlich, dass speziell die Gruppe Ü25 nur selten in die Höhle kommt, denn dadurch können wir natürlich auch musikalisch kaum auf die Bedürfnisse dieser Leute eingehen - schon wird uns vorgeworfen, nur noch auf die Musikvorschläge jüngerer KASBA-Gänger einzugehen. Aber die sind wiederum diejenigen, die auch wirklich mehr als 2 x im Jahr vor Ort sind. Fakt ist: Die "Kompatibilität" der einzelnen Alters- und Publikumsgruppen untereinander hat in musikdominierten Diskos wie der KASBA STARK nachgelassen. An Styles herrscht am Musikmarkt kein Mangel - aber wenn man einen musikalischen Stil zum Schwerpunkt einer Party machen will, geht es los... Zuletzt bleibt dem auflegenden DJ meist nur, Oldies oder Mainstream-Songs aufzulegen, um die Tanzfläche zu füllen - schon wird genau das wieder kritisiert.
Dazu kommt im Sommer noch eine Tendenz, spät und wenig zahlreich loszugehen. Wir haben darauf ja bereits dadurch geantwortet, dass wir den hinteren Teil der KASBA als Höhle öffnen, und statt 4 mal im Monat nur noch 2 mal im Monat regelmäßig öffnen.
Das Feedback auf diese Maßnahmen war positiv - dennoch kann dies nur ein erster Schritt der nötigen Änderungen sein, denn der vordere Teil der KASBA harrt zur Zeit noch einer häufigeren Nutzung und steht leider meist leer. Wir haben verschiedene Konzepte und Ideen gehabt und wieder verworfen - denn nicht jede Zielgruppe weiß es auch genügend zu schätzen, wenn wir ihnen die Möglichkeit bieten, bei uns Party zu machen. Andere beschweren sich hinterher oft darüber, nicht von diesem oder jenem Event gewusst zu haben ("Ja, wenn mir das mal jemand gesagt hätte, dann...")
Inzwischen haben wir uns zu neuen Konzepten durchgerungen:
Wir werden sehr bald bei Facebook geschlossene Feiern für kleinere Zielgruppen anbieten, die wir im vorderen Teil als Rock-Cafe durchführen wollen. Das können spezielle Abende für die immer wieder von uns geforderten Ü30-Feten sein, oder auch von Live-Musik begleitete Sit-ins. Wir stellen ein Datum und die Crew - und bieten euch zu dem Thema eine Anzahl von 50-90 Plätzen, die ihr über euren Facebook-Account vorbestellen könnt, wie das jetzt schon bei unseren Events läuft. Wenn nicht genügend Nachfrage besteht, canceln wir die Sache ab einem gewissen Stichtag - wenn die Nachfrage groß genug ist, rockt die KASBA wieder öfter im vorderen Bereich!! :-)
Denn durch diese Art der Organisation ist gewährleistet, dass wir uns als KASBA keine vergebliche Liebesmüh machen, wenn wir unsere Tore öffnen. Und ihr als Gäste habt die Sicherheit, auf eine Veranstaltung zu gehen, wo euch eine mindestvolle Hütte erwartet und ihr sogar mitverfolgen könnt, wer noch alles kommen wird und was für Musik dann läuft. Spezielle Titel können direkt vorbestellt werden - und wenn wir rechtzeitig in Kenntnis gesetzt werden, besorgen wir euch auch noch euer Lieblingsgetränk.
Bevor die ersten Club Appointments praktisch durchgeführt werden, sind noch einige Umbaumaßnahmen erforderlich, wir wollen wenigstens eine kleine improvisierte Bühne bauen, die auch zum Zappeln benutzt werden kann, denn die Abende werden von cooler Mucke begleitet werden. (Ihr werdet "zappeln" wollen! :-)
Was ihr als Zielgruppe jetzt schon machen könnt, ist, euch einen kostenlosen Facebook Account zu generieren, falls ihr den nicht sowieso schon habt. Und uns danach mit dem "gefällt mir" Button zum Freund zu machen - dann halten wir euch sowieso auf dem Laufenden, was bei uns so passiert und wann Feten anstehen. Wir werden außerdem besonders für unsere älteren KASBA Fans eine eigene Gruppe "KASBA Veteranen" gründen, wo wir User der goldene Generation sammeln werden, die noch ohne Playstation aufgewachsen ist, und die noch im vorigen Jahrtausend wöchentlich bei uns abgerockt hat. Ihr werdet sehen, dass es eine großartige Sache ist, wenn wir 50 oder mehr dieser Leute unter einem Dach versammeln - im Original Ambiente, zur original alten Musik von damals. :-)
Beginnen werden wir aber mit Ü20ern, die bereits jetzt beihttp://www.blogger.com/img/blank.gif Facebook mit uns verbunden sind, und von denen wir häufige Anfragen nach Parties erhalten, wo der Altersschnitt höher ist, als z.B. bei "School's out". Wie gesagt: Wir stellen uns vorne neu auf und werden euch voraussichtlich noch in diesem Jahr die ersten "Club Appointments" via Facebook präsentieren. Selbstverständlich behalten wir unsere zwei erfolgreichen Dauerevents K-DAY und P-NIGHT wie bisher bei. Der nichtöffentliche Betrieb beschränkt sich auf den vorderen Teil der KASBA - und Vorbestellung ist zwingend nötig, wir werden an dem Abend NICHT für jedermann geöffnet sein, sondern nur für geladene Gäste. Daran muss sich der ein oder andere möglicherweise noch gewöhnen, aber wir wollen auch ganz bewusst Stresstypen und Störenfriede aussortieren und "Familienfeiern" durchführen, und zwar NUR für Mitglieder der KASBA-Familie. Das ist seit über 30 Jahren ein ziemlich elitärer Club, wir nehmen nicht jeden bei uns auf - nur nette Menschen! ;-)
Den hinteren Bereich werden wir für solche Appointments wohl erst mal nicht nutzen, sondern diese Events organisch wachsen lassen. Erstmal wollen wir einige gelungene Club-Appointsments hinbekommen, dann können wir auch für größere Gruppen da sein, wenn genug Nachfrage besteht. Aber wenn es nette KASBA-Musikfreaks sind, dann sind sogar 50 Leute eine Gruppe, die Spaß macht. (Manche Kneipe in der Bremer Innenstadt würde es Großkampftag nennen, wenn sie die Anzahl der Gäste bei sich hätte, die für uns bisher "wenig" sind...)
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